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Auf dem Gipfel-Plateau des Raton, Drome Provence

 

"Freedom is just another word for nothing left to loose!" (Janis Joplin)

Wann fühlen wir uns frei und gut? Wovon wollen wir uns befreien? Was muss passieren, dass wir so leben, als hätten wir nichts zu verlieren? Und wie sieht unser Leben dann aus?

Im Moment leben - die Lösung?







JETZT!

Der jetzige Moment ist wohl das, was wir am wahrhaftigsten empfinden können. Alte Philosophien sagen, dass wir nur im Hier und Jetzt tiefes Glück erfahren können. Sie raten uns, uns dafür Zeit und Raum zu nehmen. Alles andere sei überschattet von anderen Gedanken, Erinnerungen, Einflüssen.




Der Moment


Ich habe nicht als

die Nacht aus

100 x 100 Nebellichtjahren


Ich habe nichts als

die Stunde aus

60 x 60 Sekunden


Ich habe nichts als den Moment


Der Moment ist meine Schöpfung

die Brücke von meinem

Staubgeist zum Sterngeist


Der Moment ist mein Flügel

zum Flügel des nächsten Moments


Ich habe nichts als den Flügel

Ich habe nichts als die Schöpfung

Ich habe nichts als den Moment


(von Rose Ausländer 1907-1988, aus: die Sichel meiner Zeit zu Heu. Gedichte 1957-1965; s.Fischer Verlag 1985)

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Freedom

Yaşamak bir ağaç gibi
tek ve hür ve bir orman gibi   
kardeşçesine,
bu hasret bizim.


Leben einzeln und frei
wie ein Baum und dabei
brüderlich wie ein Wald,
diese Sehnsucht ist unser.


von Nâzım Hikmet, wörtliche Übersetzung:

Leben wie ein Baum, einzeln und frei, und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht.





Sorglos sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Martina Burandt 2015, Scholle von unten!

 

Pipilotti Rist, 1962 im schweizerischen Grabs geboren, gilt als Pionierin der zeitgenössischen Videokunst. Nun stellt sie bis zum 27. September 2015 unter dem Ttel "Du wirst sorglos sein" in den Ausstellungsräumen der Kestnergesellschaft in Hannover aus.

Ihre beiden Arbeiten "Worry Will Vanish Horizon" sowie "Sleeping Pollen" aus dem Jahr 2014, die sie in dieser Ausstellung zusammenführt, sind damit zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Wie gewohnt sind sie raumgreidend und tief beeindruckend.

 

"Worry Will Vanish Horizon" ist eine Videoprojektion, die im rechten Winkel über zwei Wände zu sehen ist. Der Raum ist mit einem flauschigen Teppich ausgelegt, auf dem sich mehrere große Kissen befinden, auf und mit denen sich die Besucher es gemütlich machen können. Durch einen Schutzvorhang betreten die Besucher, nachdem sie sich am Eingang die Schuhe ausgezogen haben, diesen Raum wie eine Schutzhöhle ausserhalb des Alltagslebens.

Riesengroß sehen wir Wald, Wasser, Tau auf Pflanzen und in Spinnweben, Landschaften, nah und fern. Wir sehen Haut, Haare, Adern. Eine Frau schwebt scheinbar schwerelos durch diese Welt, verschwindet. Ein Vogel taucht auf, verliert sich  am Horizont. Wir sind unter Wasser, über Wasser.

Die computeranimierten Bilder, die oft geradezu haptisch wirken, sind gleichsam beruhigend wie aufwühlend. Sie sind schön und soghaft. Wir fahren in einen menschlichen Körper. Zusammen mit der Kamera entdecken wir hier Landschaften, die denen in der Außenwelt überraschend ähnlich sind. Adern werden zu Flüssen, Haare zu Pflanzen, Körpereingänge zu Höhlen oder Eintritte in immer neue Universen.

 

Wie einem logischen Zusammenhang folgend, fließen die Videobilder, die mit Überlagerungen, Animationen und Nahaufnahmen spielen in- und auseinander. Die von dem Musiker und Künstler Anders Guggisberg komponierten Klänge verstärken ihre harmonische Wirkung. 

Innen ist hier wie außen und außen wie innen. Das zeigt die ständige Bewegung der gezeigten Bilder, die sich, auch wenn sie sich in Körper hineinbewegen, wieder nach außen öffnen. Diese Sicht erinnerst an spirituelle Denkweisen, die davon ausgehen, dass sich das Universum in jeder kleinsten Zelle spiegelt.

"Worry Will Vanish Horizon" ist schließlich auch von der Praxis des autogenen Trainings beeinflusst bei der man schrittweise durch den eigenen Körper wandert um diesen mit Hilfe der Autosuggestion zu entspannen. Die im rechten Winkel angeordneten Videoprojektionen scheinen einen mit offenen Armen zu empfangen, um sich dann in ihnen verlieren lassen zu können.














Foto: Martina Burandt 2015, Aquarium im Multiwattforum in Tönnig



Die zweite Videoinstallation der Ausstellung "Sleeping Pollen",  ebenfalls aus dem Jahre 2014, befindet sich im Raum gegenüber.

In dem abgedunkelten Saal hängen spiegelnde Metallkugeln wie Planeten in verschiedenen Größen auf unterschiedlicher Höhe. Aus ihnen werfen die in den Kugeln befindlichen Videokameras kaleidoskopartig Bilder von Pflanzen - Bäume, Gräser, Farne, Hagebutten - an die Wände.

Die Kugeln bewegen sich im Lufthauch des Raums wodurch die Bilder nicht starr an die Wänden geworfen sind. Aberwitzig erscheint uns, dass diese Kugeln im "wirklichen Leben" Supermarktkameras verstecken, mit denen Diebstähle entdeckt werden sollen. Nehmen sie sonst Bilder auf, so geben sie hier Bilder ab.

Zudem spiegeln sich die Besucher in den Kugeln und werden so selbst Teil der Insallation, Teil dieses weiteren Pipilotti-Universums, das geradezu sphärisch erscheint.

Verstärkt wird dies durch Klänge, die an Spieluhren erinnern, für Kinder die nicht einschlafen können. Hört man genau hin, erkennt man die Melodie der "Internationalen".


Pipilotti Rists Installationen wenden sich an den ganzen Menschen mit Körper, Seele und Geist. Aus einer Aussenwelt, die ständig schneller wird und uns in allen Bereichen immer mehr Aufmerksamkeit und Leistung abfordert, tritt  der Besucher dieser Ausstellung in eine wunderbar entspannendeTraumwelt.

Im Universum von Pipilotti Rist ist die Welt mit ihren biologischen Rhythmen kein Störfall. Hier kann man sich wohlfühlen, sich fallen lassen, sich schwerelos fühlen, sich verlieren um sich dann mit neuen Kräften und Visionen zurück in das verrückte "wirkliche Leben" zu stürzen. Und das erlebt man auch gerne ein zweites oder drittes Mal.

 

Martina Burandt

 

 

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Wie soll man bei all dem Mist sorglos sein?

Foto: Anja Ehgartner / www.anjafotografia.de

Lemming: Wie soll man bei all dem Mist sorglos sein?

Bu: Was meinst du?

Lemming: Hör dir doch die Nachrichten an. Da werden die Flüchtlinge begrüsst und willkommen geheißen. Selbst die Bildzeitung verteilt in Kioskes und Tankstellen Aufkleber mit "Refugees welcome!" Und plötzlich hört man wieder, dass Grenzkontrollen eingeführt werden. Die Länder bekommen nicht das Geld, was sie brauchen um die vielen Flüchtlinge aus Syrien menschenwürdig unterzubringen. Und jetzt arbeitet man schon wieder an der Verschärfung des Asylrechts. Wie denn nun - rein oder raus oder was?

Bu: Nicht immer im Außen schauen und sich dort verrückt machen lassen, rät die Yogaphilosophie. Immer erst bei sich selbst nachspüren, bevor man sich aufregt, urteilt, handelt.

Lemming: Du immer mit dieser Yogaphilosophie und den ganzen Verdrehungen. Ist das denn richtig, nur bei sich bleiben, wenn es in der Außenwelt rumpelt, schreit und schäppert?  Und da will man sich ja auch nicht nachsagen lassen, man drehe sich nur um sich selbst.

Bu: Aber tut man das nicht ohnehin letztendlich immer? Heißt doch auch nicht, dass man tatenlos bleibt, wenn man die Lage innen und außen erst einmal sorgfältig prüft.

Lemming: Hm...

...welchen Tatort gibt es eigentlich heute?

JJ: Ihr habt immer einen Denkstress. Wofür ist das gut? Das Leben ist nun mal voller Überraschungen und Abenteuer. Ich brauch nun eine Abkühlung! Wer kommt mit?

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